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Kreativ mit Bits und Bytes
Man schreibt das Jahr 1988: Aliens bedrohen die Welt. Sie möchten Macht über alle Menschen. Doch sie kämpfen nicht offen. Man merkt fast nicht, dass sie da sind. Denn sie benutzen subtile Mittel: Zum Beispiel manipulierte Telefontöne. Diese Telefontöne nehmen den Menschen ihre Intelligenz. Die Gefahr ist groß, doch es gibt einen Retter: Zak McKracken. Er rettet die Menschheit.
 Zak McKracken cover
20 Jahre später, im Jahre 2008: Die Aliens sind zurück! Dieses Mal versuchen sie es mit anderen Mitteln: Genmanipulation. Doch auch Zak McKracken ist plötzlich wieder da - wiedergeboren am 19. April 2008. Kann der Held aus dem Jahre 1988 auch dieses Mal die Menschheit retten?
<-- Links gibt es Übungen und Lösungen zu dem Text Zak McKracken ist etwas Besonderes: Er ist nicht nur der Retter der Menschheit. Er hat auch verschiedene „Eltern“. LucasArts erfand den Helden 1988 erstmals für das Computerspiel Zak McKracken and the Alien Mindbenders. Das Abenteuerspiel wurde schnell zum Kultspiel. Doch leider gab es nie eine Fortsetzung. Das wollten einige Fans ändern. Circa 30 Zak-Anhänger gründeten das Team „Artificial Hair Brothers“. Gemeinsam entwickelten sie eine inoffizielle Fortsetzung des Spiels: Zak McKracken: Between Time and Space. Sie taten das nicht für Geld, sondern aus Leidenschaft. Für Zak2 opferten sie ihre Freizeit und viele Wochenenden. Doch es hat sich gelohnt - das Ergebnis ist beeindruckend: Seit 19. April 2008 kann jeder Zak-Fan die neuen Abenteuer kostenlos aus dem Netz laden (www.zak2.org). 250.000 Downloads waren es bisher. Sie zeigen deutlich: Das Projekt ist ein voller Erfolg.
I n der digitalen Welt gibt es viele Erfolgsgeschichten dieser Art. Auch Lukasz Gadowski hat es geschafft: Aus einer kleinen Idee machte er ein großes Internet-Unternehmen. Er war noch ein Student, als er die Online-Firma „Spreadshirt“ gründete (www.spreadshirt.de). Die Geschäftsidee: Seine Kunden können hier ihre T-Shirts selbst gestalten. Mit dieser Idee hat Gadowski eine Marktlücke entdeckt - das Geschäft war von Anfang an ein voller Erfolg. Gadowski erklärt: „Ein T-Shirt ist wie ein Medium. Man kann damit ein persönliches Statement machen.“ Inzwischen arbeiten mehr als 200 Leute für „Spreadshirt“. Gadowski hat für seine Online-Firma außerdem mehrere Auszeichnungen erhalten, z.B. den HP Business Innovation Award.
Und auch sehr junge Menschen können in der digitalen Welt viel Erfolg haben. Der Beweis: Die beiden Gründer des Unternehmens f2 CREATIVE DIGITAL ARTS Sebastian Nöll und David Kötterheinrich. Sie sind nur 20 und 21 Jahre alt. Ihre Karriere begann in der Schule. Sie gehörten zu einer Informatik-Projektgruppe und betreuten gemeinsam die Webseite der Schule. Schnell merkten sie, dass sie zusammen ein starkes Team waren. Andere fanden das auch: Nach und nach erhielten sie immer mehr Aufträge. „Der nächste Schritt war nur selbstverständlich“, sagt Sebastian über ihre Unternehmensgründung. In ihrem Geschäft verbinden sie Service mit Design. Egal ob digitale Fotografie, Web Design oder 3D-Animationen – sie bieten ihre digitale Kreativität in allen Bereichen an.
Vielleicht inspirieren diese Erfolgsgeschichten zu vielen weiteren kreativen Projekten. Dies hofft auch Thomas Dibke, Projektmanager der „Artificial Hair Brothers“: „Viele Leute spielen nur Computerspiele. Aber sie kreieren nie etwas. Dabei kann man mit einem kreativen Team sehr viel erreichen. Ich wäre sehr froh, wenn so etwas öfter passieren würde.“
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